Die Taschenrechner können ausgeschaltet werden, denn am Ende eines kalten, grauen Sonntages im Jenaer Sportforum haben die 1. Herren des ESV Dresden den Aufstieg in die Regionalliga geschafft.
Die Gastfreundschaft der Familien Blumentritt und Vogel hatte es sowohl den Spielern als auch den Fans ermöglicht, bereits am Samstag in die Zeiss-Stadt zu reisen, damit sie sich in aller Ruhe auf den Spieltag vorbereiten konnten. Der Abend ließ nichts zu wünschen übrig, die Stimmung war wie immer top und die Dresdner gingen glücklich und seelisch stabil zu Bett.
Im ersten Spiel des Tages traten unsere rot-schwarzen Vertreter gegen den Erfurter HC an.
Während die Dresdner um den Aufstieg kämpften, galt es für die Erfurter sich gegen den Abstieg zu wehren. Für die Sachsen sollte der schlüssige Spielaufbau und letztlich das Endergebnis sprechen.
Während das erste Tor in einem Gedrängel vor dem Erfurter Tor von Robert „BLUMEN-TRITT!” Blumentritt? erzielt wurde, war das zweite ein Klassiker: Stefan „Maestro” Aurich nahm den Ball im Mittelfeld an, tanzte durch die gegnerische Verteidigung, ließ den Torwart mit einem Übersteiger wie ein Ölgötze dastehen und schoss den Ball flach ins Tor. 2:0.
Der ESV spielte ein sehr schönes Hockey und nach einem weiteren glänzenden Spielzug erreichte der Ball Marco „Steinhart” Steinert am langen Pfosten. Torwart und Verteidigung waren nirgendwo zu sehen: 3:0.
Es folgten zwei Tore in einer tadellosen ersten Halbzeit. Zuerst brach Thomas „Wolle” Wenk an der linken Bande durch, spielte einen Doppelpass mit dem Torwart und tunnelte letzteren zum 4:0. Auch ein Ecktor durfte es geben: nach Hereingabe von Jens „blutet schwarz-gelb” Altmann schoss der vorgenannte Maestro Aurich den netzsüchtigen Ball flach ins rechte Eck. 5:0, weiter so!
Der Start war hervorragend, der Aufstieg hautnah, doch die zweite Halbzeit wurde mit einem Eigentor eröffnet. Danach ging die Dresdner Torserie weiter: nach einem Stockfehler in der Erfurter Abwehr spielte Thomas Wenk den gegnerischen Tormann gekonnt aus und schickte den Ball nach Hause ins Netznest. Danach folgten Tore von Sebastian „Kickerkönig” Dorschner (von links ins lange Eck nach einem luchsäugigen Pass von Maestro Aurich) und Jens Altmann (geknipst).
Den Rest des Spieles gewann Erfurt 2:1, hatten aber bereits 1:8 zurückgelegen. Das letzte Dresdner Tor erzielte Robert Blumentritt nach Vorarbeit von Blumentritt (kein Tippfehler) und einem „hinter-dem-Rücken”-Pass von Frank „the Tank” Frommeyer.
Der Aufstieg war nun sicher, aber es folgte eine herausfordernde Begegnung mit dem HCLG. Würde der ESV die souveräne Saison mit einem Sieg gegen den Tabellenzweiten krönen können?
Die Partie fing gut an, und nach einem Doppelpass mit Thomas Wenk auf der rechten Seite schoss Maestro Aurich das 1:0 ins lange Eck. Die Konzentration des ersten Spiels ließ aber nach und es folgten zwei Gegentore. Doch dies schärfte erneut die Sinne der Dresdner und ein schneller Gegenangriff über Jens Altmann auf der linken Seite brachte den Ball in die Mitte des gegnerischen Strafraums. Mit vollem Körpereinsatz flog Stephan Glöß in gewohnter Pose durch die Luft und lenkte den Ball ins Tor. 2:2.
Danach folgte Hockey par excellence: Sebastian Dorschner drehte auf der rechten Bande raus und spielte den Ball zurück auf Maestro Aurich, der ihn blitzschnell in die Mitte zu Stephan Glöß weiterleitete. Sein Pass fand Jens Altmann auf der linken Seite des Strafraums und sein Schuss flitzte gezielt am Torwart vorbei.
Das letzte Tor der Halbzeit resultierte aus einer Strafecke, die von Stephan Glöß verwandelt wurde. Es blieb auch noch Zeit für eine weitere Glanzaktion vor dem Halbzeitpfiff: nach einer gegnerischen Ecke wurde der Ball schnell von Sebastian „Dance Move” Vogel über die linke Bande an Sebastian Dorschner weitergeleitet. Der von der Spielerbank erwartete Rückhandschlag kam, der Ball zischte am Torwart vorbei, Auswechsler und Fans jubelten schon… PFOSTEN!
In der zweiten Halbzeit ging den Dresdnern trotz des häufigen Wechselns endgültig die Puste aus. Vier unerwiderte HCLG-Tore fielen, bevor Ableger Frank Frommeyer eine Ecke verwandeln konnte. Es stand jetzt nur noch 6:5 für die Gegner, aber für ein Unentschieden – oder sogar einen Sieg – hat es nicht gereicht, zumal ein HCLG-Spieler nach einer „lüftigen”? Ballannahme das 7:5 erzielen konnte.
Trotz der Niederlage war der Aufstieg perfekt. Ein Schild wurde nach Ende des Spieltages überreicht und mit High-Fives, Jubel und Fotos gefeiert. Nach einem gemeinsamen Essen ging es zurück nach Dresden, wo der Abend mit Kickern und guter Laune ausklang.
Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Folgesaison 2010/11!
Fazit: Goodbye Oberliga, hello Regionalliga!
Es berichtete Peter „die Fotos stellt Ihr doch nicht rein, oder?” Welchman.
Spielstatistik:
Erfurter HC – ESV Dresden 3:9 (0:5)
Tore: Altmann, Aurich (2), Blumentritt (2), Dorschner, Steinert, Wenk (2).
ESV Dresden – HCLG Leipzig 5:7 (4:2)
Tore: Altmann, Aurich, Frommeyer, Glöß (2).
Spieler: Michling, Aurich, Frommeyer, Vogel, Altmann, Blumentritt, Dorschner, Glöß, Steinert, Wenk.
Vielen Dank an die Familien Blumentritt und Vogel, unseren mitgereisten Unterstützer Michael Aurich und alle Fahrer.
« Nein, ach nee, was ist denn los? – Berlin, Berlin … wir fahren nach Berlin ! »
Bravo : Die Lokomotiv Dresden ist wieder im Regional Liga.
Bravo auch zu Manschaft 2.
Simon
(Bordeaux)
Kommentar: Simon – 22. Februar 2010 @ 16:09
Hi Jungs,
das Wochenende war einfach von Anfang bis Ende SUPER !!!
Ich wünsch euch viel Erfolg für die Feldsaison (ich will nur gutes aus der Ferne lesen) und mit ein BISSCHEN mehr Training geht auch nächstes Jahr in der Halle was!
PS: großen DANK an den immer FITen Schreiberling ;-D
Meine Anerkennung gilt der Mannschaft, aber nun auch dem köstlichen und ausführlichen Bericht von Pete!. Dass nun auch unser Ruf bis nach Südfrankreich (Prof. Simon…) schwappt, spricht doch für sich. Weiter so!
Kommentar: Charly – 22. Februar 2010 @ 19:59
Danke lieber Pete für den mal wieder Hammergenialen Bericht. Auch danke an Martin für die vielen schönen Bilder und ein großes Dankeschön an die Familien Vogel und Blumentritt. Und eine riesen Kompliment an die ganze Mannschaft für schönes Hockey und geniale Stimmung
Kommentar: Stephan – 24. Februar 2010 @ 15:29
Ich habe keine Ahnung, worauf der Thomas hinaus will…
Kommentar: Pete – 26. Februar 2010 @ 10:58
Dresdens Sportmagazin PULSTREIBER gratuliert zum Aufstieg! In 2 Jahren möchten wir dann auch als erste die Aufstiegsmeldung in die Bundesliga erhalten. Viel Erfolg weiterhin!
Kommentar: Die Redaktion PULSTREIBER – 01. März 2010 @ 10:56
Danke für die netten und auch überraschenden Glückwünsche. Wir bleiben dran und dann schauen wir mal was geht mit weiteren Aufstiegsmeldungen. Als nächstes sind unsere Damen dran – 07. März in Dresden – Daumen drücken hilft. Wir halten euch dann auf dem Laufenden.
Kommentar: Stephan – 01. März 2010 @ 23:28